
Am 8. Februar dieses Jahres verstarb in seinem Haus in
Omiya, Japan, Saburo Kato mit 93 Jahren. Aufzuzählen, welche bedeutenden
Funktionen er bekleidete, welche Ehrungen er bekam und welche wichtigen
Institutionen
er maßgebend förderte, würde hier den Rahmen sprengen.
Der Bedeutung dieses Mannes für Bonsai ist in einem kurzen Nachruf
nicht gerecht zu werden.
Für mich, und ich glaube für viele Bonsaianer, war Saburo Kato
die Persönlichkeit, die Bonsai über die Grenzen Japans hinausgetragen
hat. In Deutschland war er auf der World Bonsai Convention 2001 zu erleben,
als unter seiner Leitung ein Wald aus Schwarzkiefern entstand, der im Geist
seiner berühmten Fichtenwälder konzipiert war. Für ihn war
Bonsai eine „Kerze des Friedens“, die Möglichkeit der
Versöhnung der Menschen auf der Welt. Er hatte diese Vision von etwas
Großem im Kleinen. Den Weg zur Verwirklichung ist er konsequent gegangen
und nun fehlt ein unersetzbarer Wegbereiter. Bei vielen Menschen hat sich
dieser Kern seines Werkes eingewurzelt und wird Früchte tragen.
Unter www.phoenixbonsai.com/JYNBioSK.html
kann man seine Vita nachlesen (englischsprachig).
Einen Eindruck von seiner Person bekommt man auf
www.albek-bonsai.dk (hier finden Sie unter „Fotos“ auch
einige Filme mit Saburo Kato).
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