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Im Gedenken an Saburo Kato
von Michael Exner

Am 8. Februar dieses Jahres verstarb in seinem Haus in Omiya, Japan, Saburo Kato mit 93 Jahren. Aufzuzählen, welche bedeutenden Funktionen er bekleidete, welche Ehrungen er bekam und welche wichtigen Institutionen er maßgebend förderte, würde hier den Rahmen sprengen. Der Bedeutung dieses Mannes für Bonsai ist in einem kurzen Nachruf nicht gerecht zu werden.
Für mich, und ich glaube für viele Bonsaianer, war Saburo Kato die Persönlichkeit, die Bonsai über die Grenzen Japans hinausgetragen hat. In Deutschland war er auf der World Bonsai Convention 2001 zu erleben, als unter seiner Leitung ein Wald aus Schwarzkiefern entstand, der im Geist seiner berühmten Fichtenwälder konzipiert war. Für ihn war Bonsai eine „Kerze des Friedens“, die Möglichkeit der Versöhnung der Menschen auf der Welt. Er hatte diese Vision von etwas Großem im Kleinen. Den Weg zur Verwirklichung ist er konsequent gegangen und nun fehlt ein unersetzbarer Wegbereiter. Bei vielen Menschen hat sich dieser Kern seines Werkes eingewurzelt und wird Früchte tragen.


Unter www.phoenixbonsai.com/JYNBioSK.html
kann man seine Vita nachlesen (englischsprachig).


Einen Eindruck von seiner Person bekommt man auf
www.albek-bonsai.dk (hier finden Sie unter „Fotos“ auch einige Filme mit Saburo Kato).