InterKoi 2002

Presseschau


Mini-Bäume

Bonsai-Liebe ist - so ein Gefühl ...

Die 60 Händler der "Interkoi 2002" dürften exzellente Geschäfte gemacht haben: Am Sonntag ging eine Versteigerung von Bonsais über die Bühne, deren Qualität hoch gepriesen wurde. Dr. Michael Kros, Neurologe aus Dortmund und Herausgeber der Abo-Zeitschrift "Bonsai art": Wir zeigen hier die bundesweit besten Exemplare!"

Wie bei den Kois, die in Halle 2 gekürt wurden, kamen auch die bestgewachsenen von 38 Bonsai-Züchtungen auf's Treppchen. Da fiel der Blick auf einen 50 bis 60 Jahre alten Schlangehaut-Ahorn (acer palmatum), ein 90 cm hoches seltenes Gewächs. Aber noch schöner war eine blühende Satsuki-Azalee, ein filigranes Bäumchen in Rosé-Blütenpracht. Elisabeth Lehner aus Hofstetten ist seit 1999 die Eigentümerin dieser Rhododendron-indicum-Varietät "hikari", was in Japanisch soviel wie "Leuchten des Berges" heißt. Versicherungswert der Pflanze: 4000 Euro.

Und wie findet man "seinen" Bonsai? Dr. Kros: " Das ist so ein Gefühl: Sie schauen einen Dreispitzahorn, einen chinesischen Wacholder oder eine doppelstämmige Mädchenkiefer an. Und plötzlich rührt sich was in Ihnen. Und sie wissen es genau: Das ist meiner ..."

(aus "Die Glocke", Gütersloh, 03.06.2002)


"InterKoi 2002" im A2 Forum

Prachtkarpfen und Bonsai erlebt

"Es läuft fantastisch", freut sich am Sonntag gegen 13 Uhr Arno R. Pozar, Rheda-Wiedenbrücker Veranstalter der bisher größten Ausstellung von fernöstlichen Prachkarpfen, Kois, genannt. Im A2 Forum drängen sich Massen von Besuchern, die vom Championat der Schönsten unter den "schwimmenden Juwelen" begeistert waren.

Die "Interkoi 2002" dürfte nach ersten Schätzungen bis zu 15000 Eintrittskarten abgesetzt und damit ihre Magnetwirkung unter Beweis gestellt haben. 520 Kois in verschiedenen Farbzeichnungen buhlten um die Gunst der Jury - mit seinem rot-weiß- schwarzen, wie zottelig wirkenden Schuppenkleid hatte ein 30 Kilogramm schwerer Karpfen des Belgiers Luc van Albooom die Fachjuroren bezirzt. Er wurde zum Grand Champoion ausgerufen, tummelte sich nervös in seinem blauen Becken, von Fernsehkameras verfolgt und seinem Besitzer immer wieder gestreichelt.

Ja, diese kostbaren Schuppenträger sind wie kleine Hunde. Auch der 13-jährige Vize-Champion, ebenfalls von Alboom, der 23 Kilo auf die Waage bringt und quittengelb ist, schwamm auf die Streichelfinger von Herrchen zu - das Publikum kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.

100 Händler bestückten die mit einer Bonsai-Schau gekoppelte Messe im A2 Forum; in den Hallen 1 und 5 galt das Interesse zuvorderst jenen zum Verkauf angeboten Riesen-Zierfischen ebenso wie den blühenden Miniaturwundern aus Nadeln, Blättern und Blüten.

Schon am Samstagmorgen strömten die Besucher ins Messe- und Kongress-Zentrum - und viele erschienen bereits nach einer halben Stunde wieder auf dem Außengelände, in Richtung Auto unterwegs. Sie hielten stolz Plastikbeutel in den Händen, in denen kleine Kois aufgeregt ihre Runden drehten.

(aus "Die Glocke", Gütersloh, 03.06.2002)


"InterKoi"

Mit großen Fischen und kleinen Bäumen

Mit 15000 Besuchern dürfte die erstmals im Rheda-Wiedenbrücker A2 Forum an zwei Tagen veranstaltete Fach und Besuchermesse "InterKoi" einen durchschlagenden Erfolg verbucht haben. Diese Zahl jedenfalls schätzt der Veranstalter Arno R Pozar. 60 Händler zeigten in vier Hallen überzeugende Angebote in Sachen Karpfen und Bonsai.

Erstmals in Verbindung mit den pflanzlichen Solitärs im Mini-Format erfüllte die Messe am Wochenende alles, was sich Fischfreunde und Bonsai-Sammler an Angeboten wünschten: eine fachlich weit gefächerte Auswahl, Expertengespräche (etwa über parasitäre Erkrankungen) und sogar Lyrik: Autor Rainer Kunze erzählte in fünf Einzellesungen vom "Kuss der Kois".

Der belgische Züchter Luc van Alboom errang den "Grand Champion"-Pokal für seinen Super-Koi in rot-weiß-schwarz, ein Koloss von 30 Kilogramm Lebendgewicht, sieben Jahre alt. In Top-Form befand sich auch der Vize-Champion, ein quittengelber Bursche des gleichen Besitzers, 13 Jahre alt und 23 Kilo schwer. 520 so genannte "schwimmende Juwelen", also Kois, hatten sich um Platzierungen beworben. Aus Japan eingeflogene Fachrichter trafen die gestrenge Auswahl.

Da hatten die Besucher für jene prächtigen Störe, die in Becken von neun Metern Durchmesser ihre Kreise zogen, kaum Zeit, denn in der Halle nebenan lockten pflanzliche Naturschönheiten: die Bonsais. Auf einer Auktion wurden Exemplare im Wert von rund 7000 Euro ausgerufen - und fanden ihre Liebhaber.

(aus "Die Glocke", Gütersloh, 03.06.2002)

 

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