Bonsaiausstellung in der Bonner Rheinaue
29.05.-31.05.2004

Text und Fotos: W. Koszuch


Große Bonsai-Ausstellung eines kleinen Teams

Von Walter Koszuch
Bonsaiausstellungen werden - vor allem in den letzten Jahren - vermehrt in immer repräsentativerem Rahmen ausgerichtet. Man möchte die Bäume in möglichst natürlicher Umgebung plazieren, um Verbindungen zwischen Ausstellungsbaum, -raum und Natur herzustellen. In Hallen ist dies, obwohl von vielen Ausstellern bereits erfolgreich praktiziert, nur erschwert durchführbar. In freier Natur schon eher. Aber auch hier sind die Bedingungen nicht immer ideal zu nennen, da meist der ‚perfekte' Hintergrund fehlt.

Das Bonsai-Team Bonn hat mit der zuständigen Stadtverwaltung, dem Eigentümer des dortigen Japanischen Gartens, einen Sponsor gefunden, der dieses Areal jährlich für eine Bonsaiausstellung zur Verfügung stellt. Diese Veranstaltung wurde jetzt zum dritten Mal durchgeführt und hat aufgrund der von Jahr zu Jahr steigenden Besucherzahlen im Veranstaltungskalender der Stadt Bonn schon einen festen Platz an Pfingsten gefunden. In einem für Deutschland wohl fast einmaligen Ambiente werden Bäume nicht nur in einem Japanischen Garten gezeigt, sondern durch eigens hierfür hergestellte Präsentationsflächen - und vor allem in einer natürlichen Landschaft - präsentiert. Auf den Felsen eines Wasserfalls sowie auf den Inseln des Teiches sind Bonsai zu sehen und fügen sich daher in die Natur des ‚kleinen japanischen Umfeldes' ein, als ständen sie in ihrer gewohnten Umgebung. Über 80 Bäume, Wälder und Landschaften wurden in diesem Jahr gezeigt, die fast ausschließlich aus selbst gesammelten und gestalteten Yamadoribäumen der Mitglieder bestanden.

Vorsorglich hatte die Stadt Bonn den Japanischen Garten zum 25. Jubiläum seines Bestehens komplett renoviert, sodass nun die Bambuswände, das Japanische Teehaus, Brücken und neue Absperrungen wieder zur Geltung kommen.

Demos an Rohmaterial, Auskünfte zu Bonsai im Allgemeinen, sowie Pflege der ‚Bonsaianer-Kontakten' im Besonderen, rundeten das Wochenende ab.

Fazit: eine gelungene Veranstaltung mit (wieder einmal) neuem Besucherrekord.