Der 5. Ginkgo-Award

17.09.-18.09.2005 Laarne/Belgien

Sie lesen eine gekürzte Version des in der BONSAI ART 74 erscheinenden Artikels über den Ginkgo-Award 2005

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Italien wird Europameister
Torjägerkanone an Holland
Deutschland scheitert vor dem Viertelfinale

Fußball beim Ginkgo-Award 2005 in Belgien? Italien Europameister? Mitnichten - obwohl eine Runde kicken zwischendurch wohltuend gewesen wäre, um den massiven optischen Eindrücken, die diese Show zu bieten hatte, ein kleines Gegengewicht zu setzen. Ein 3. Platz und ca. 10 weitere Preise gingen nach Italien, da hatte man schon den Eindruck, die Italiener räumen ganz schön ab. Allein die Anzahl der gezeigten Bonsai, über 200, war überwältigend. Man brauchte schon beide Tage, um dieses Event überhaupt aufnehmen zu können.
Neben der Wettbewerbsausstellung gab es im riesigen Verpflegungsbereich eine Gemeinschaftsausstellung von Daizo Iwasaki und Pius Notter sowie eine Sonderausstellung von Walter Pall. An zwei schönen Spätsommertagen hatten die Besucher darüber hinaus noch die Möglichkeit, auf 2,5 Hektar des Bonsai-Center Ginkgo drinnen wie draußen durch die Verkaufsausstellung zu wandern. Beseelt von der Atmosphäre nutzten geschätze 5.000 Besucher dieses Angebot und schleppten von Zubehör bis Bonsai das gesamte Spektrum zu ihren Kofferräumen.
Wer dann noch Lust hatte, konnte sich auf dem Gelände die private Sammlung von Danny Use anschauen. Puh - und was für eine!
200 der besten Bäume Europas in einer Ausstellung - glänzende Augen und verträumte Gesichter zeugten von der hohen Qualität der Exponate. ...
Sogar Herr Daizo Iwasaki zeigte sich derart beeindruckt, dass Danny Use, ohne rot zu werden, bei der Preisverleihung den Standard der europäischen Bäume mit den hohen Ansprüchen Japans gleichsetzte. Mit Recht wies er sogar darauf hin, dass allein die Einladung zum Ginkgo-Award schon eine hohe Auszeichnung sei. Scheinbar hatten nur wenige Deutsche Lust, sich in Belgien ehren zu lassen. Schade!
Belgier, Franzosen, Niederländer, Briten, Polen, Tschechen, Schweizer, Österreicher, Amerikaner, Japaner, ein paar Deutsche, sogar Australier und Südafrikaner waren angereist. Neben der Bonsai-Show bietet die Umgebung von Laarne noch einiges mehr. In 10 Minuten ist man mit dem Auto in Gent, einer traumhaft schönen Stadt. In der Umgebung lässt sich in kleinen verträumten Orten hervorragend schlemmen und spazieren. Wer es deftig mag, geht in die Truckerkneipe 800 Meter rechts der Ausstellung. Hier gibt es tatsächlich "Halbes Schwein auf Toast“ auf Tellern so groß wie Klodeckel. Wer lieber Nudeln mag bekommt eine Obelix-Portion Spaghetti in einer Salatschüssel serviert - wer’s mag...
Wer alle Bäume der Ausstellung sehen möchte, sollte sich den Ausstellungsband "Best of Bonsai in Europe 5" (Vorbestellung hier möglich) oder die demnächst erscheinende DVD von Paul Goff, der den Ginkgo-Award 2005 filmisch begleitete, nicht entgehen lassen. Als Vorgeschmack lesen sie den gesamten Artikel mit einigen prämierten Bäumen in der BONSAI ART 74.

Hier sehen Sie einige unkommentierte Bilder des Privatgartens von Herrn Danny Use, der während der Ausstellung der Öffentlichkeit zugänglich war.