Mit einer hohen japanischen
Auszeichnung wurde Willi Benz aus Ketsch ausgezeichnet. Die Verleihung
des „Ordens der aufgehenden Sonne,
goldene und silberne Strahlen“ würdigt die langjährigen
Verdienste von Benz um die Vermittlung traditionell japanischer Kultur
in Deutschland und Europa, insbesondere auf den Gebieten von Bonsai und
Suiseki. Weiter wird in der Begründung das Engagement des 76 Jahre
alten Diplomingenieurs für den deutsch-japanischen Austausch hervorgehoben.
Der Orden wurde am 19. Juli bei einer Feierstunde in der Landesbank Baden-Württemberg
in Mannheim überreicht.

Der Name Willi Benz ist untrennbar mit der Entwicklung von Bonsai und
Suiseki in Deutschland und Europa verbunden. Der gebürtige Heidelberger
befasst sich seit 1960 intensiv mit asiatischer Kunst und ist so auch
mit Bonsai in Berührung gekommen. Benz gewann, neben seinen Erfahrungen
mit Bonsai in Japan, auch in China tiefe Einblicke in die traditionellen
Formen ostasiatischer Kunst.
Benz war 1978 Mitbegründer des „Bonsai-Club Deutschland“ (BCD)
und Motor bei der Gründung der „Deutschen Suiseki-Gesellschaft“.
Als Präsident der „Europäischen Suiseki Association“,
als Vizepräsident des „International Stone Appreciation Museum“ in
China, der „International Stone Collection Association“,
des „Bonsai Clubs International“ (BCI) und als Ehrenmitglied
weiterer nationaler und internationaler Vereinigungen ist Benz noch heute
weltweit für die Verbreitung von Bonsai und Suiseki unermüdlich
aktiv.
Auch als Autor hat sich Willi Benz einen guten Ruf in der Fachwelt erarbeitet.
Seine Werke über Chinesische Bonsai und Suiseki sowie, aktuell,
zum Thema „Bonsai, Kusamono, Suiseki – Praktischer Ratgeber
zur Gestaltung von Arrangements mit Pflanzen und Steinen“ werden
hoch geschätzt. In jüngster Zeit ist Benz als Referent rund
um den Globus aktiv.
Für den Bonsai-Club Deutschland ist die Ordenverleihung aus Japan
an Willi Benz ein Grund zu besonderer Freude. Klaus D. Willberg, Präsident
des BCD: „Die Verdienste von Willi Benz sind in der deutschen und
europäischen Bonsai-Szene unbestritten. Umso mehr freut es uns,
dass sein rastloser Einsatz nun auch in Japan, dem Mutterland von Bonsai
und Suiseki, die verdiente Anerkennung gefunden hat.“
Der „Orden der aufgehenden Sonne“ (Kyokujitsushô) wurde
1875 in verschiedenen Stufen aufgelegt und ist der höchste japanische
Orden, der an Ausländer verliehen werden kann. Er hat, angelehnt
an die japanische Staatsflagge, die Form einer aufgehenden Sonne mit
Strahlenbündeln. Die Auszeichnung wird für außergewöhnliche
Verdienste im zivilen oder militärischen Bereich vergeben. Bekannte
deutsche Ordensträger sind Hans-Olaf Henkel, früherer BDI-Präsident,
und der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff.
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