Beistellpflanzen

von Wolfgang Putz

Tofielda sp.


Die Liliensimse (Tofieldia sp.) gehört zur Familie der Liliaceae (Melanthiaceae) und ist mit etwa 18 Arten in der nördlich gemäßigten und arktischen Zone im nördlichen Nordamerika, nordeuropäischen Russland, Nord-Sibirien, Grönland, Skandinavien, Spitzbergen, nördlichen Britannien, Island, den Alpen und Pyrenäen beheimatet.
Die verschiedenen Arten gedeihen vorwiegend auf sumpfigen, nährstoffarmen Moorböden, Quellfluren, feuchten Wiesen u. Felshängen, aber auch auf normalen Urgesteinsböden.
Bei dieser grasartigen Staude sitzen die ungestielten, lanzettartigen, sattgrünen Blätter (5 bis 10 cm lang und 4 bis 8mm breit) grundständig auf Rhizomen. Die Blüten sind sehr klein und sitzen auf einem 3 bis 15cm langen Blütenstand der sich aus 15 bis 40 Einzelblüten zusammensetzt. Die Blütenfarben reichen von violett bis grünlich- oder gelblich-weiß.
Häufiger in Kultur sind die Arten Tofieldia coccinea, T. calyculata; Tofieldia pusilla eher seltener. Tofieldia nuda var. furusei ist eine zwergig wachsende Form aus Japan bzw. Korea.
Für die Kultur in der Beistellschale eignet sich am besten ein Gemisch aus zwei Drittel Weißtorf und einem Drittel Akadama. Das Substrat sollte nie ganz austrockenen, weil die Liliensimse sehr viel Feuchtigkeit liebt.
Als Standort im Bonsaigarten wählt man am besten einen schattigen oder halbschattigen.
Manche Arten sind in Kultur (egal ob im Garten frei ausgepflanzt oder in eine Schale getopft) nicht sehr langlebig.
Trotzdem ist die Liliensimse ein sehr hübscher Beisteller!.

Tofieldia nuda var. furusei, Sammlung Putz. Schale von Dan und Cecilia Barton
www.yamadori-bonsai.info