Tofielda sp.
Die Liliensimse (Tofieldia sp.) gehört zur Familie der Liliaceae (Melanthiaceae)
und ist mit etwa 18 Arten in der nördlich gemäßigten und
arktischen Zone im nördlichen Nordamerika, nordeuropäischen Russland,
Nord-Sibirien, Grönland, Skandinavien, Spitzbergen, nördlichen
Britannien, Island, den Alpen und Pyrenäen beheimatet.
Die verschiedenen Arten gedeihen vorwiegend auf sumpfigen, nährstoffarmen
Moorböden, Quellfluren, feuchten Wiesen u. Felshängen, aber auch
auf normalen Urgesteinsböden.
Bei dieser grasartigen Staude sitzen die ungestielten, lanzettartigen,
sattgrünen Blätter (5 bis 10 cm lang und 4 bis 8mm breit) grundständig
auf Rhizomen. Die Blüten sind sehr klein und sitzen auf einem 3 bis
15cm langen Blütenstand der sich aus 15 bis 40 Einzelblüten zusammensetzt.
Die Blütenfarben reichen von violett bis grünlich- oder gelblich-weiß.
Häufiger in Kultur sind die Arten Tofieldia coccinea, T. calyculata;
Tofieldia pusilla eher seltener. Tofieldia nuda var. furusei ist eine zwergig
wachsende Form aus Japan bzw. Korea.
Für die Kultur in der Beistellschale eignet sich am besten ein Gemisch
aus zwei Drittel Weißtorf und einem Drittel Akadama. Das Substrat
sollte nie ganz austrockenen, weil die Liliensimse sehr viel Feuchtigkeit
liebt.
Als Standort im Bonsaigarten wählt man am besten einen schattigen
oder halbschattigen.
Manche Arten sind in Kultur (egal ob im Garten frei ausgepflanzt oder in
eine Schale getopft) nicht sehr langlebig.
Trotzdem ist die Liliensimse ein sehr hübscher Beisteller!.

Tofieldia nuda var. furusei, Sammlung Putz. Schale von Dan und Cecilia Barton
www.yamadori-bonsai.info
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