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Hilfsmittel
von Tom Heyken


Shrink to fit

Einen Ast biegen, ohne ihn zu verletzen, kann mit Raffia eine Zeit raubende Angelegenheit sein. Erst einweichen, dann rutscht das feuchte Bastmaterial zwischen den Fingern durch und eventuell sitzt der Knoten am Ende nicht richtig. Wenn man es kann, kein Problem – bis man es kann, nervenaufreibend.
Eine Alternative bietet hier die moderne Technik. Selbstverschweißendes Isolierband, z. B. von Scotch oder Cellpack, lässt sich leicht anlegen und hat die überaus angenehme Eigenschaft, danach nicht mehr zu verrutschen. Denn: Wird das Klebeband beim Umwickeln des Astes gedehnt, verbinden sich die Schichten miteinander und bilden eine stabile, aber keine starre Hülle, die Ast und Rinde schützt und abdichtet. Einziger Haken: Das Band lässt sich nicht mehr abwickeln (es hat sich ja mit sich selbst verschweißt), sondern muss vorsichtig aufgeschnitten werden. Diverse Bonsaigestalter nutzen diese Technik schon längere Zeit mit positivem Erfolg. Wer also mit Raffia nicht so gerne umgeht, hat hier eine einfach zu handhabende Alternative. Es gibt verschiedenste Methoden der Anwendung. Manche wickeln vor dem Drahten das Band direkt auf den Ast, andere wiederum verwenden zuerst einen Schutz aus z. B. Glasfaserband (siehe Artikel Seite 76). Informieren Sie sich, wer schon persönliche Erfahrungen hat. Am einfachsten zu beziehen ist dieses kleine technische Wunderwerk über den Elektronik-Fachhandel oder diverse Elektronik-Onlinehändler. Fragen Sie auch in Ihrem Bonsaifachhandel, einige führen dieses Produkt. Kleine Bestellhilfe: Die Produkte heißen 3M™ Scotch™ 23 oder Cellpack No. 62.