Wer ist eigentlich ... Wolfgang Putz

Name:
Wolfgang Putz

Wohnort /Arbeitskreis:
Alberndorf (Oberösterreich)


Im Rahmen meiner Ausbildung zum Garten- und Landschaftsgestalter stieß ich 1984 zufällig auf die staatliche Bonsaisammlung und bekam zum ersten Mal in meinem Leben einen Bonsai zu Gesicht. Ich war von diesen kleinen Bäumen dermaßen beeindruckt, daß ich im darauffolgenden Herbst sofort mit dem Ausgraben von wildverbissenen Rot- und Hainbuchen begann, die ich in einfachen Tonuntersetzern kultivierte. Durch einen schweren Fehler beim Überwintern verlor ich Ende der 80er Jahre meine komplette Sammlung, startete aber sofort wieder neu mit dem Sammeln in der Natur.
1994 wurde ich endgültig und unheilbar mit dem „Bonsaivirus“ infiziert, begann in den österreichischen Alpen Lärchen, Fichten und Bergkiefern zu sammeln und erweiterte meine Sammlung im Laufe der Jahre durch Importbäume, Baumschul-Rohpflanzen und selbstgesammelte Gebirgsfindlinge auf etwa 200 bis 250 Bäume. Ich würde aber nur einige meiner Bäume bereits als Bonsai bezeichnen, den Großteil als ausbau- und entwicklungsfähige Bäumchen. Dies wurde mir beim 4. Ginkgo Award 2003 wieder ziemlich deutlich vor Augen geführt.
Wichtig ist meines Erachtens die intensive Beschäftigung mit den Bäumen (vor allem die weiterführende Pflege) und laufende persönliche Weiterbildung. Seminare und Workshops mit z.B. Manfred Roth, Pius Notter, Angel Mota, Serge Clemence, Kazuichi Kokubo, Jürgen Zaar oder Othmar Auer halfen bzw. helfen mir sehr weiter. Bei unserem tollen Hobby bleibt man jedoch immer „Lehrling“.
Ich beschäftige mich auch intensiv mit Akzent- und Beistellpflanzen und kann etwa 250 Pflanzen mein Eigen nennen - darunter mehr als 100 verschiedene Zwerg-Hosta-Sorten, viele Hauswurz-Arten, japanische Farne, kleinwüchsige Gräser usw.
Ich engagiere mich im Bonsai Club Tirol, beim AK Bonsaifreunde Straubing und dem BCD, außerdem bin ich Vorstandsmitglied des Dachverbandes Österreichischer Bonsaivereine (Austrian Bonsai Association).
Ein Lieblingsbuch habe ich: John Nakas „BONSAI TECHNIK I + II“ ist für mich die „Bibel“ des Bonsaigestalters, aber in meiner Bonsai-Bibliothek finden sich auch noch viele weitere deutsch- u. englischsprachige Fachbücher und japanische Bildbände. Zudem abonniere ich auch einige europäische Bonsaimagazine.
Der Kontakt mit Bonsaikollegen aus vielen europäischen Ländern ist mir persönlich sehr wichtig (darum besuche ich laufend Ausstellungen und Privatgärten), aber ich habe auch Bonsaifreunde in Südafrika, Kanada, den USA und Neuseeland. Der „Rote Faden der Freundschaften“ zieht sich somit um die ganze Welt, auch deshalb ist Bonsai für mich das schönste Hobby der Welt!
Seit einigen Jahren stelle ich meine Bonsai regelmäßig auf nationalen und internationalen Bonsai-Ausstellungen aus und durfte 2001 am Bonsai-Weltkongress in München und im Herbst 2003 am 4. Ginkgo Award in Belgien teilnehmen.
Einen Lieblingsgestalter könnte ich nicht nennen - mich beeindrucken alle Bonsai-Sammler u. -Gestalter, die sich intensiv mit der Materie beschäftigen und dabei nicht vergessen haben, „Mensch“ zu bleiben! Ein Bonsaigarten jedoch beeindruckt mich besonders: das Miniatur-Arboretum von Brigitte & Pius Notter in Boswil (Schweiz) - ein mit unheimlich viel Liebe zum Detail angelegter, traumhafter Bonsaigarten mit faszinierenden Bäumen und interessanten Akzentpflanzen.
Die Anlage eines ansprechenden Bonsaigartens und eine gute Präsentation meiner Bäume u. Beistellpflanzen war für mich immer ein wichtiges Ziel. Darum holte ich mir in vielen Bonsaigärten und Büchern Anregungen und gestaltete bzw. erweiterte meine „Bonsaistube“ in den vergangenen Jahren immer wieder.
Hier möchte ich keine Einzelbäume aus meiner Sammlung vorstellen, sondern Sie zu einem „Spaziergang“ durch meinen Bonsaigarten einladen.
Bilder meiner Bonsai und Akzentpflanzen können Sie auf meiner Homepage im Internet finden: http://home.eduhi.at/user/bonsai/putz_start.html
Allen Bonsaifreunden wünsche ich weiterhin viel Freude mit unserem wunderbaren Hobby!


 

 

Wer ist eigentlich ... Wolfgang Putz