Wer ist eigentlich ... Sabine Sander

Name:
Sabine Sander


Wohnort /Arbeitskreis:
Essen


Sabine Sander in der Bonsaisammlung des Gruga-Parks in Essen


Seit 1977 bin ich mit Leidenschaft Gärtnerin. Ich habe das Glück, sagen zu können, ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht. Bereits 1980 habe ich erstmals die Aufgabe bekommen, die Bonsaisammlung des Grugaparks in Essen zu pflegen. Drei Jahre später arbeitete ich dann im schwiegerelterlichen Garten- und Landschaftsbaubetrieb, so dass ich erst 1993 wieder die Betreuung der Sammlung des Grugaparks übernahm, die um etliche Bäume angewachsen war. Dazu gehörten Solitäre von Saburo und Hideo Kato, die den Bestand erheblich aufgewertet haben.
Horst Krekeler, der den Bonsai des Grugaparks sehr verbunden war und ist, habe ich viel zu verdanken. Von ihm habe ich die Kunst des Bonsai von Anfang an gelernt. Das künstlerische Know-how muß mit Baumschul- Fachwissen einhergehen. Was nützt die schönste Gestaltung, wenn der Baum sie nicht überlebt. Horst sagte immer „Der Weg ist das Ziel“, denn die alten Schätze des Grugaparks mussten über Jahre in einen guten Zustand gepflegt und geformt werden. Besonders beeindruckend fand ich das Gestalten mit Horst Krekeler. Die Natur diente als Vorbild, formen, hieß es, nicht verbiegen. Dennoch finde ich natürlich auch die nicht ganz unumstrittenen modernen japanischen Gestaltungsmethoden, Baum­skulpturen zu fräsen wie es Masahiko Kimura macht, sehr spannend.
Mein Fachwissen und meine bisher erlernten Fertigkeiten in der Kunst des Bonsai gebe ich mit großer Freude weiter. 1997 startete im Grugapark der erste Bonsaikurs für Anfänger mit Erfolg. Heute leite ich regelmäßig Kurse für Erwachsene und Kinder.
Meine persönlichen Vorlieben liegen in der Gestaltung und Pflege von Yamadori und Baumschulware. Ein Teil ist „gefunden“ und der andere stammt aus heimischen Baumschulen. Einen Lieblingsbonsai habe ich nicht, wie eine Mutter alle ihre Kinder liebt, so tue ich es auch mit meinen Bäumen.
Viele Bonsaianer lassen sich meiner Meinung nach davon abschrecken, wenn einmal der ein oder andere Baum eingeht, und führen ihr tolles Hobby nicht weiter. Ich finde jedoch, sie sollten sich nicht entmutigen lassen, denn auch hier wird Lehrgeld gezahlt. Auch die großen Künstler und Gestalter verlieren Bäume, doch mag vielleicht nicht jeder darüber berichten, wenn nach einer aufwendigen Gestaltung ein hochwertiger Bonsai stirbt.
Während meiner Kurse ist es mir wichtig, hin zur Bonsaikunst zu führen – Bonsai ist ein Spiel mit der Natur, kombiniert mit Kunst.


Meine persönlichen Vorlieben liegen in der ...

Gestaltung und Pflege von Yamadori und Baumschulware
Während meiner Kurse ist es mir wichtig,
hin zur Bonsaikunst zu führen