
Mein Name ist William J. Vlaanderen. Ich wurde 1962 in Auckland, Neuseeland, am Fuße des One
Tree Hill geboren und verbrachte dort einen Teil meiner frühen Kindheit, bevor ich mit meiner Familie in die
Niederlande zurückkehrte.
Heute lebe und arbeite ich mit meiner Partnerin Maria in Huizen am Gooimeer.
Ich habe eine anspruchsvolle 14-jährige Ausbildung zum Installationstechniker absoviert. Mir wurde jedoch schnell klar, dass meine wahren Stärken im praktischen Arbeiten liegen, im Entwickeln und Umsetzen von Ideen. Dieser Antrieb veranlasste mich 1996 zur Gründung zweier Unternehmen: der Installations- und Baufirma Vlaanderen Onderhoud und Samurai Products.
Meine Faszination für Bonsai begann 1980 durch einen Artikel über Bäume, die auf Felsen wuchsen. Ich war sofort
begeistert. Schon in den 1980er Jahren gab ich in den Benelux-Ländern Vorführungen, in denen ich mich auf die Bearbeitung von Totholz und dessen natürliche Wirkung konzentrierte und Bonsai-Begeisterten beibrachte, wie man das Totholz am Bonsai auf eine von der Natur inspirierte Weise verfeinert.
Dabei erkannte ich ein grundlegendes Problem: den Mangel an geeignetem Werkzeug. Diese Erkenntnis führte 1989 zur Gründung von Samurai Products. Was mit einer Idee begann, ist heute zu einem Sortiment von rund 240 Spezialwerkzeugen angewachsen, darunter Fräser, Raspeln, Schleif- und Bürstenaufsätze.
Wir stellen unsere Produkte auf den wichtigsten europäischen Fachmessen aus und vertreiben sie weltweit über 17 Händler und unseren Onlineshop (www.samurai.nl).
1998 erweiterte ich mein Repertoire um Keramik und schuf organisch geformte Gefäße, die anausgehöhlte Steine erinnern. Diese Arbeiten wurden 2004 bei der Ausstellung „Art of Bonsai“ in beiden Kategorien mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Bis heute habe ich über 34 Tonnen Ton verarbeitet und die Stücke in einem mit Gas befeuerten Brennofen mit 1.100 Litern Fassungsvermögen gebrannt, üblicherweise unter Sauerstoffreduktion.
Im selben Jahr begann ich mit dem Import und der Verarbeitung von Maserholzknollen und lieferte über 30 Tonnen in Form von Jiitas an Bonsai-Enthusaisten und an Kunden für edle Holzarbeiten. 2010 führte ich leichte Kunststoffplatten für Bonsai-Waldlandschaften ein, damals ein völlig neues Konzept, das sich bis heute bewährt hat.
Nach intensiver Entwicklung präsentierte ich 2020 eine weitere Innovation: organisch geformte Gefäße aus
Sand und Verbundwerkstoffen. Diese benötigen keinen Brennvorgang und sind daher deutlich energieeffizienter,
erreichen aber gleichzeitig die Festigkeit und das Aussehen von Keramik.
Ich entwickle weiterhin neue Ideen für die Bonsai-Welt. In meinem eigenen Garten konzentriere ich mich auf meine persönliche Sammlung, mit einem besonderen Interesse an Tanuki-Bonsai.
Originalität ist mir sehr wichtig. Ich glaube ans Kreieren statt ans Kopieren – ein Ansatz, der sich in unserem Motto widerspiegelt: Innovieren statt imitieren. Ich hoffe, meine Arbeit trägt zur Weiterentwicklung und zum unverwechselbaren Charakter des europäischen Bonsai bei und blicke mit großer Begeisterung in die Zukunft!
