hacke_1810.jpg Die Handtaschenhacke

Besonders interessant finde ich immer dann ein Werkzeug oder Gerät, wenn es in der Bonsai-Szene neu ist. O.K., ich gebe zu, eine Spitzhacke ist jetzt nicht gerade eine Innovation, doch empfinde ich den Transfer von Ingo Klemend vom Bonsai Zentrum Münsterland schon erwähnenswert.

Diese etwa 40 cm lange Hacke stammt wohl im Ursprung aus Militärbeständen der U.S.-Armee. Wahrscheinlich diente die Hacke neben einem Klappspaten dem Soldaten dazu, sich selbst einzugraben – ich glaub‘, das machen die so. Viele Hobbyisten empfinden das Ausgraben von Bäumen in der Natur als besonderen Reiz. Die, die schon Erfahrungen damit haben, wissen, dass so mancher Baum sich vehement weigert, seine natürliche Umgebung zu verlassen. Da tut Nachhilfe Not und jetzt kommt die Hacke ins Spiel. Leicht zu zerlegen und in den Rucksack gesteckt lässt sich das Werkzeug prima zum Fundort des Yamadori tragen. Und für ganze 12,90 Euro kann man das Gerät auch ohne schlechtes Gewissen einfach mal testen. Doch aufgepasst, es sollen schon Baumjäger im „Kittchen“ gelandet sein – immer schön im Forstamt eine Genehmigung einholen..

 

Dieser Artikel erschien in der {ln:BONSAI ART 095 'BONSAI ART 95}