Art of Bonsai im Netz
Im Internet findet sich eine interessante, leider nur amerikanischsprachige Seite mit dem Namen „The Art of Bonsai Projekt “. (Die Übersetzungsmöglichkeit einiger Internetbrowser kann durchaus hilfreich sein.) Als eine Art Bonsai Online Magazin werden darin Themen rund um unser Hobby behandelt. Eine interessante Rubrik sind Essays, in denen etwa auch Leute wie Walter Pall oder Peter Krebs ihre Gedanken veröffentlichen. Festgelesen habe ich mich jedoch in der unter Archiv aufgeführten Rubrik Profile, in der bisher 57 Interviews mit Bonsai-Profis veröffentlicht sind. Darunter sind Gespräche mit Masahiko Kimura oder auch Michael Hagedorn (Autor von „Post dated“). Man erfährt spannende Details über die verschiedenen Sichtweisen auf denselben Gegenstand: Bonsai.
Spannend sind alle Interviews, besonders erhellend fand ich jedoch das mit dem oben genannten Michael Hagedorn (Schüler von Shinji Suzuki) und ein Gespräch mit Ryan Neil (Schüler von Masahiko Kimura), der erst in diesem Jahr nach 6 Jahren in die USA zurückkehrte. Beide jungen Männer teilen mit dem Leser Einsichten in die japanische Bonsaiwelt und leisten eine Übersetzungsarbeit für ein besseres Verständnis unsererseits für diese immer noch fremde Welt. Dass sie ihre unter großen Mühen gemachten Erfahrungen mit uns Lesern teilen, ist eine seltene Gelegenheit und Chance, mehr zu verstehen.

So finden Sie die Interviews: www.artofbonsai.org
Dort klicken Sie auf „Forum“, anschließend auf „Profiles“. Hier finden Sie über 50 Portraits von Bonsai-Enthusiasten.

Dieser Artikel erschien in der {ln:BONSAI ART 104 'BONSAI ART 104} 

Kiefer auf der Kokufu-ten

Oder: Warum werden Bäume auf der
Kokufu-ten ausgezeichnet?

Eine Kiefer polarisiert
(ID) In der letzten Ausgabe der BONSAI ART haben wir Ihnen in der Galerie einige Bäume der wichtigsten japanischen Bonsaiausstellung, Kokufu-ten, der letzten beiden Jahre gezeigt. Viele der dort vorgestellten Bonsai bekamen auf der Ausstellung eine Auszeichnung. Es gibt z.B. den „Kokufu Prize“ und „Important Bonsai Masterpiece“. Manche Bäume sind sogar mit beiden Preisen geehrt.


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Herbstlaub – Foto: Helmut Rüger

Uns ist bekannt, dass im Herbst, wenn es kalt wird und die Tage kürzer werden, somit weniger Licht zur Verfügung steht, sich die Blätter von Laubbäumen verfärben. Sie werden gelb, orange bis tiefrot. Aber warum? Früher hat man die Blattfärbung für einen Nebeneffekt des herbstlichen Abwurfs der Blätter gehalten. Der Bonsaigärtner weiß, gerade im Winter sind Laubbäume sehr empfindlich gegen Austrocknung. Gerade an kalten Wintertagen mit extrem niedriger Luftfeuchtigkeit können Pflanzen regelrecht vertrocknen. Das Verlieren der Blätter im Herbst dient auch zum Schutz vor dem Austrocknen im Winter. Der Baum verringert seine Oberfläche und verschließt die alten Blattansätze.


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Wo die Stille wohnt – Lebensquell NaturWo die Stille wohnt – Lebensquell Natur
Manfred Roth

Ganz kurz vor Redaktionsschluss traf er bei uns ein – der neue großformatige Bildband von Manfred Roth. Es ist kein klassisches Bonsaibuch sondern ein Bildband, textlich begleitet, der Bonsai in einen größeren Zusammenhang stellt. Großformatige Bilder vermitteln die Themen Naturbetrachtung, japanische und europäische Bonsai- und Gartengestaltung. Es handelt sich um ein stimmungsvolles Buch. Schon der Titel deutet auf den ungewohnten Ansatz hin, Bonsai mit seinem kulturellen Hintergrund in Japan wie in Europa darzustellen. Der erste Teil, etwa ein Viertel des Buches, beschäftigt sich mit der Naturschönheit von Felsen, Steinen, Wasser und Bäumen sowie dem Menschen. Dem Autor scheint es darum zu gehen, dem Menschen die Natur näher zu bringen. Die alten Elemente sollen sich mit dem Menschen verbinden. Mehr...

Dickblatt – Crassula rupestris subsp. marnierana (Syn. Crassula hottentot)

Crassulaceae – Dickblattgewächse

Crassula hottentot aus meiner Akzentpflanzen-Sammlung; Schale von Dan Barton (Großbritannien)Crassula hottentot (Crassula rupestris subsp. marnierana) stammt ursprünglich aus Südafrika und weist runde, dickfleischige, grünbräunliche Blätter auf, die wie auf einer Schnur aufgefädelt aussehen. Die weißen Blüten erscheinen in dichten Dolden.
Diese Dickblattart wächst kriechend oder hängend und eignet sich daher recht gut als Ampelpflanze. Die Wurzeln reichen nicht sehr tief und brauchen ein gut durchlässiges Substrat (Torf, Granitkies oder Quarzsand und etwas Lehm oder Akadama).

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